Normteile

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Das Herz eines Werkzeugs besteht aus einem Stempel und einer Matrize, die relativ zueinander bewegt werden können. Diese können direkt am Stößel und am Pressbett einer Presse (geklemmt) befestigt werden. Die häufigste Option besteht darin, sie an einer Kopf- und Bodenplatte zu befestigen, die an der Presse befestigt sind.

In jedem Fall besteht das Ziel darin, dass sich Stempel und Matrize in einer vorgeschriebenen, normalerweise geraden Linie relativ zueinander bewegen. Dies muss zunächst durch den im Pressenrahmen geführte Stößel sichergestellt werden. Die Genauigkeit kann verbessert und der Werkzeugverschleiß verringert werden, indem auch eine Führung durch das Werkzeug vorgenommen wird.

Eine Werkzeugführung kann jedoch eine ungenaue Stößel Führung oder eine schlaffe Presse nicht ausgleichen. Folgende Situationen werden unterschieden:

Werkzeuge mit fester Prallplatte, insbesondere zum Stanzen von Werkstücken.

Der Stempel wird von einer Prallplatte geführt, die auch als Abstreifer fungiert. Nachteile sind die erforderliche hohe Maßgenauigkeit (Passform; z. B. H7 / h6) der Prallplatte und des Stempels sowie das Risiko einer Beschädigung durch Metallsplitter. Darüber hinaus ist die Zugänglichkeit für das Handling eingeschränkt.

Werkzeuge mit Spaltenführung

Das Werkzeug hat eine obere und eine untere Platte, an denen der Stempel bzw. die Matrize angebracht sind. Die Bewegung der oberen Platte in Bezug auf die untere Platte wird von zwei oder mehr Säulen (Säulen, Führungsstifte) geführt. Die Montage von Säulen, die obere und untere Platte wird als Stempelgehäuse bezeichnet. Stempelgehäuse werden vorzugsweise aus gebrauchsfertigen Standardteilen zusammengesetzt.

Wenn die Führung durch Säulen realisiert wird, können Buchsen oder Kugelführungen ausgewählt werden, dies wird bei niedrigen Pressgeschwindigkeiten (<300 Hübe pro Minute) und / oder hohen Seitenkräften bevorzugt. Darüber hinaus ist das Risiko von Transportschäden geringer und die Demontage der oben genannten Werkzeuge ist schwieriger als bei Kugelführungen.

KERNSTIFTE

Kernstifte sind in Kunststoffguss- und Spritzgussformen üblich. In diesen Formen besteht die Anwendung der Kernstifte darin, einen Hohlraum zu erzeugen, der mit dem Formteil verbunden ist. Kernstifte werden auch in Aluminiumformen verwendet, um lange, dünne Kerne herzustellen. Schließlich fungieren in einigen Formen die Kernstifte als Auswerfer.

Kernstifte können in den Hohlraum (A-Seite) und den Kern (B-Seite) der Form eingefügt werden.

Auswerfer

Auswerfer helfen beim Herausziehen von Metallabfällen und vermeiden Prozessverzögerungen. Wenn der Stempel zurückgezogen wird, wirkt der Auswerfer als federbelasteter Abstreifer und verhindert, dass die Metallreste mit dem Stempel aufsteigen. Wenn die Metallabfälle vom Werkstück gestanzt wurden, übt der Stift eine Kraft auf die Metallabfälle aus, um sie auf den Boden der Matrize zu drücken. Auswerfer sorgen dafür, dass die Produktivität und die Qualitätsleistung der Form verbessert werden. Dies zusammen stellt sicher, dass die Produktionskosten reduziert werden.

Auswerferstifte

Auswerferstifte sind lange Stahlrohre, die in der Spritzgussindustrie verwendet werden, um ein Endprodukt aus der Form zu drücken. Die Knockout-Stifte schlagen mit viel Kraft ein festes Teil aus der Form und bestehen aus hochwertigem Stahl. Auswerferstifte werden auch als Knockout-Stifte oder KO-Stifte bezeichnet.

Auswerferstifte werden als billigere Version von Auswerfern verwendet, wodurch die Kosten einer Form gesenkt werden. Die Stifte werden ausgefahren und eingefahren, um nach dem Stanzen einen Teil aus dem geformten Hohlraum herauszudrücken. Dank der Kraft, die zum Auswerfen der Teile erforderlich ist, können die KO-Stifte Abdrücke hinterlassen. Sie können dies verhindern, indem Sie die Teile zuerst abkühlen lassen. Bei TEVEMA sind die Auswerferstifte in verschiedenen Größen und Formen erhältlich (rund, gerade, zylindrisch und flach). Die wichtigsten Faktoren, die bei der Auswahl der Stifte berücksichtigt werden müssen, sind: Korrosionsbeständigkeit, Haltbarkeit, Toleranz und Zugfestigkeit.

Es gibt drei Arten von Auswerferstiften. Diese Arten unterscheiden sich je nach der Temperatur, bei der sie verwendet werden können. Die Temperatur hat den größten Einfluss auf die Haltbarkeit und Lebensdauer der Stifte.

  1. Gehärtete Stifte:
    1. Geeignet für ca. 200 Grad Celsius.
  1. Einsatzgehärtete Stifte:
    1. Nitrierte H13-Stifte,
    2. Geeignet für ca. 200 Grad Celsius (genau 400 Fahrenheit),
    3. Höhere Lebenserwartung als gehärtete Stifte,
    4. Brechen jedoch leichter als gehärtete Stifte.
  1. Schwarze Auswerferstifte:
    1. Geeignet für Temperaturen zwischen 500 und 1.000 Grad Celsius.
    2. Einzigartige schützende Oberflächenbeschichtung
    3. Teurer
    4. Geeignet für Formen in der Automobilindustrie
    5. Nicht bei TEVEMA erhältlich.

Auf der B-Seite der Form sind Auswerferstifte installiert, die das Teil aus der Form drücken, wenn das Teil ausreichend abgekühlt ist. Auch als Knockout-Stifte bekannt.

Nitrierte Auswerferstifte

Das Nitrieren der Auswerferstifte minimiert die Verzerrung und macht normalerweise eine Nachbearbeitung überflüssig. Der Kern des Auswerferstifts bleibt zäh, während die Oberfläche hart und verschleißfest wird. Das Nitrieren verbessert auch die Korrosionsbeständigkeit. Ideal für schwerere Formen. Diese Auswerferstifte eignen sich auch für normale Formen, bei denen die nitrierten Auswerferstifte eine längere Lebensdauer haben als nicht nitrierte Auswerferstifte.

Nitrierte Auswerferstifte sind im Kern (B-Seite) der Form installiert und drücken Teile aus einer Form heraus, wenn sie ausreichend abgekühlt sind.